Eine Werkstatt probiert fünf Preise, bevor sie einen verschickt. Würde jeder Versuch eine Nummer verbrauchen, stünden am Jahresende Lücken im Buch, die niemand erklären kann. Ein Entwurf ist frei; ein Angebot ist ein Dokument.
Was der Kunde sieht: Ihr Briefkopf und Ihr Logo, seine Daten, das Produkt, die Stückzahl, der Preis je Stück und gesamt, und der Tag, bis zu dem das Angebot steht. Was er nicht sieht: Teile, Materialien, Sätze, Gemeinkosten und Marge. Das ist Ihre Kalkulation, und sie kann auf diesem Blatt gar nicht landen.
Ein versendetes Angebot lässt sich nicht mehr ändern. Der Kunde hält genau diese Nummer in der Hand — änderte sich, was sie bedeutet, widersprächen sich zwei Papiere und niemand wüsste, welches gilt. Neu gerechnet wird als Kopie, und die Kopie bekommt ihre eigene Nummer.
Dieselbe Kopie ist die Antwort auf die Preisrunde im Januar: das Produkt von vorletztem Jahr noch einmal öffnen, das Material neu wählen und schauen, was der Preis heute sagt. Die Sätze werden dabei nicht heimlich mitgezogen — sonst wüsste hinterher niemand, was sich geändert hat.
Der Kunde ist ein Datensatz, keine Textzeile. Zwei Schreibweisen desselben Namens sind sonst zwei Kunden, und unter keinem von beiden lässt sich etwas ablegen. Unter seiner Karte hängen seine Angebote mit Datum, Preis und Stand — und seine eigene Trefferquote, die beantwortet, was eine Liste nicht beantwortet: wer wirklich kauft und wer nur nach dem Preis fragt.
Nein, und das ist Absicht. Sie kopieren es; die Kopie ist ein Entwurf mit eigener Nummer, und das Papier beim Kunden bleibt, wie es war.
Nein. Gezählt werden nur Angebote, die eine Nummer bekommen haben und hinausgegangen sind, und die Quote wird von den beantworteten genommen. Ein Angebot, das noch wartet, steht getrennt und ist keine Absage.
Preis
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